Kunstraub beim Rundgang

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UPDATE 20.7.2015 15:20h: Der im folgenden Artikel behandelte Diebstahl wurde aufgeklärt, das Werk an die Künstlerin zurückgegeben.

Jedes Jahr im Sommer zeigen die Studierenden der Universität der Künste beim Rundgang, ob sie in der Lage sind, ihr Studienfach mit der gebotenen Eignung zu bewältigen. Für den Betrachter macht es allein schon die Masse der um Aufmerksamkeit buhlenden Werke zur Herausforderung, die Talente zu filtern. Beim diesjährigen UdK-Rundgang allerdings stach ausgerechnet eine Arbeit heraus, die gar nicht da war. (mehr…)

Das eigentlich Schlimme am blauen Pferd der Königin

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Nicole Leidenfrost, “Pferd”, 2014. ©www.nicole-leidenfrost.de

Seit dem 25. Juni 2015 kennen die Feuilletons und Kunstmagazine der deutschen Medienlandschaft eine Künstlerin, die gute Chancen gehabt hätte, bis zu ihrem Lebensende niemals zum Gegenstand medialer Aufmerksamkeit zu werden, wäre sie nicht auserwählt worden, der Königin von England ein Bild zu malen. Nicole Leidenfrost wollte Freude schenken, stattdessen hat sie Spott und Häme gebracht, über Deutschland, über Joachim Gauck, und über sich selbst – wobei ihr letzteres noch egaler zu sein scheint als Deutschland und Gauck. Recht hat sie, es darf ihr völlig egal sein. Sie hat nämlich nichts getan. (mehr…)

Liest hier jemand das „KQ Kunst Quartal“?

KQ Kunst Quartal

Von manchen Medien erfährt man erst aus den Medien. Vom KQ Kunst Quartal zum Beispiel erfuhr BLITZKUNST nur durch die Meldung eines Mediendienstes, nach welchem der „renommierte Ausstellungskalender für Kunstkenner und Kunstliebhaber“ vor einem Verlagswechsel steht. Der Hatje Cantz Verlag übergibt den Titel samt Onlineauftritt an den ZEIT Kunstverlag. Dieser wiederum gibt mit Weltkunst ein Medium heraus, welches sogar BLITZKUNST bekannt ist, um hier mal nicht völlig ignorant dazustehen, das KQ Kunst Quartal nicht zu kennen ist ja schon peinlich genug, da denkt man, Kunstkenner und Kunstliebhaber zu sein und kennt nicht mal das KQ Kunst Quartal. (mehr…)

Von Frauen und Männern

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Die 25 Künstlerinnen des SALOON auf dem Dach der Galerie SEXAUER. Photo© Ornella Fieres.

Am Ende kommt alles wieder ins Gleichgewicht. Auch wenn es 5:27 steht. Fünf Männer, 27 Frauen. Die 5 Männer sind die Initiatoren von „NGORONGORO – Artist Weekend Berlin“, wozu es jede Menge Interessantes zu berichten gäbe, was BLITZKUNST aber wegen Befangenheit durch Beteiligung unterlassen wird (und ehrlich gesagt auch aus Zeitmangel, für relevante Basisinformationen bitte die Website aufsuchen). Die 27 Frauen sind 25 Künstlerinnen und 2 Kuratorinnen von SALOON, einem Netzwerk für Frauen im Kunstbetrieb, über das es jede Menge Interessantes zu berichten gäbe, was BLITZKUNST aber wegen Befangenheit durch Mitgliedschaft unterlasen wird. (mehr…)

Die nackte Wahrheit

Die „Naked Art Tours“ des australischen Künstlers Stuart Ringholt lassen die James-Turrell-Retrospektive in Canberra in einem ganz neuen Licht erscheinen.

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Teilnehmer der Nacktführung von Stuart Ringholt, „Preceded by a tour of the show by artist Stuart Ringholt, 6-8pm. (The artist will be naked. Those who wish to join the tour must also be naked. Adults Only.)“, 2011-heute. Photo© Christo Crocker/National Gallery of Australia

Die Haut ist bekanntermaßen das größte Sinnesorgan des menschlichen Organismus. Wer Kunstbetrachtung vor allem als sinnliche Erfahrung schätzt, sollte sich folglich dem Kunstgenuss in ausgezogenem Zustand widmen, statt nur die Augen zu gebrauchen – da die Haut eine viel größere Fläche aufweist als die des Auges, müsste die Wirkung also ungleich größer ausfallen. (mehr…)

Da ist er ja, der Berliner Kunstmarkt

Berliner KunstmarktWir kennen das Gejammer über die mickrigen Dimensionen des Kunstmarktes in Berlin. Die lokale Kaufkraft ist immer noch so gering, dass Berliner Galeristen nicht unerhebliche Mühe darauf verwenden müssen, potente Sammler aus dem Ausland anzulocken oder diese eben dort aufzusuchen. Wie viel entspannter wäre es doch, wenn man einfach die Tür zu seiner Galerie offen halten und den vorbeiflanierenden Kunden die Kunst herausreichen könnte. Aber so einfach ist es eben nicht, denn es gibt ja keinen Kunstmarkt in Berlin, richtig? Falsch! Es gibt sehr wohl einen. (mehr…)

Kunst + Mode = Königskinder

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Ryan McNamara modelt in seiner eigenen Ausstellung für ©instagram.com/paridust

Viele Menschen, die ernsthaft mit Kunst oder Mode zu tun haben, wünschten sich, es wäre anders. Aber es ist so: Kunst und Mode passen wahnsinnig gut zusammen, allerdings nur, wenn sie nicht zusammenkommen. Wer sich auskennt, weiß das. Wer sich nicht auskennt, ist entweder Luxusmodemarke oder „Lifestyle“-Medium. (mehr…)

Das Autohaus als Hort sozialer Mobilität

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Warum es völlig ok ist, dass die Nominierten für den Preis der Neuen Nationalgalerie für junge Kunst 2015 in einem Autohaus bekannt gegeben werden

Gastgeber kritisiert man nicht, denn die Geste des Gastgebens allein ist über jede Kritik erhaben. Wenn sich der Gastgeber allerdings selbst kritisiert, darf man als Gast ruhig mit einfallen. Weshalb die folgende Rezension der Shortlist-Feier zum Preis der Neuen Nationalgalerie für junge Kunst bei BMW am gestrigen Abend auch kritische Spuren enthält. (mehr…)

Ticket nach Teheran

Nes-KapucuDass der Kunstwelt die Ehre gebührt, den Stoffbeutel (bzw. die Tote Bag) zum Modeklassiker erhoben zu haben, hat BLITZKUNST schon an anderer Stelle angemerkt. Irgendwann muss bitte einmal jemand eine Ausstellung mit und über Tote Bags kuratieren. Denn es gibt so viele so tolle. Die gerade vom Magazin Reorient produzierte zum Beispiel ist schon ganz schön toll. (mehr…)