Von Frauen und Männern

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Die 25 Künstlerinnen des SALOON auf dem Dach der Galerie SEXAUER. Photo© Ornella Fieres.

Am Ende kommt alles wieder ins Gleichgewicht. Auch wenn es 5:27 steht. Fünf Männer, 27 Frauen. Die 5 Männer sind die Initiatoren von „NGORONGORO – Artist Weekend Berlin“, wozu es jede Menge Interessantes zu berichten gäbe, was BLITZKUNST aber wegen Befangenheit durch Beteiligung unterlassen wird (und ehrlich gesagt auch aus Zeitmangel, für relevante Basisinformationen bitte die Website aufsuchen). Die 27 Frauen sind 25 Künstlerinnen und 2 Kuratorinnen von SALOON, einem Netzwerk für Frauen im Kunstbetrieb, über das es jede Menge Interessantes zu berichten gäbe, was BLITZKUNST aber wegen Befangenheit durch Mitgliedschaft unterlasen wird. (mehr…)

Die nackte Wahrheit

Die „Naked Art Tours“ des australischen Künstlers Stuart Ringholt lassen die James-Turrell-Retrospektive in Canberra in einem ganz neuen Licht erscheinen.

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Teilnehmer der Nacktführung von Stuart Ringholt, „Preceded by a tour of the show by artist Stuart Ringholt, 6-8pm. (The artist will be naked. Those who wish to join the tour must also be naked. Adults Only.)“, 2011-heute. Photo© Christo Crocker/National Gallery of Australia

Die Haut ist bekanntermaßen das größte Sinnesorgan des menschlichen Organismus. Wer Kunstbetrachtung vor allem als sinnliche Erfahrung schätzt, sollte sich folglich dem Kunstgenuss in ausgezogenem Zustand widmen, statt nur die Augen zu gebrauchen – da die Haut eine viel größere Fläche aufweist als die des Auges, müsste die Wirkung also ungleich größer ausfallen. (mehr…)

Da ist er ja, der Berliner Kunstmarkt

Berliner KunstmarktWir kennen das Gejammer über die mickrigen Dimensionen des Kunstmarktes in Berlin. Die lokale Kaufkraft ist immer noch so gering, dass Berliner Galeristen nicht unerhebliche Mühe darauf verwenden müssen, potente Sammler aus dem Ausland anzulocken oder diese eben dort aufzusuchen. Wie viel entspannter wäre es doch, wenn man einfach die Tür zu seiner Galerie offen halten und den vorbeiflanierenden Kunden die Kunst herausreichen könnte. Aber so einfach ist es eben nicht, denn es gibt ja keinen Kunstmarkt in Berlin, richtig? Falsch! Es gibt sehr wohl einen. (mehr…)

Kunst + Mode = Königskinder

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Ryan McNamara modelt in seiner eigenen Ausstellung für ©instagram.com/paridust

Viele Menschen, die ernsthaft mit Kunst oder Mode zu tun haben, wünschten sich, es wäre anders. Aber es ist so: Kunst und Mode passen wahnsinnig gut zusammen, allerdings nur, wenn sie nicht zusammenkommen. Wer sich auskennt, weiß das. Wer sich nicht auskennt, ist entweder Luxusmodemarke oder „Lifestyle“-Medium. (mehr…)

Das Autohaus als Hort sozialer Mobilität

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Warum es völlig ok ist, dass die Nominierten für den Preis der Neuen Nationalgalerie für junge Kunst 2015 in einem Autohaus bekannt gegeben werden

Gastgeber kritisiert man nicht, denn die Geste des Gastgebens allein ist über jede Kritik erhaben. Wenn sich der Gastgeber allerdings selbst kritisiert, darf man als Gast ruhig mit einfallen. Weshalb die folgende Rezension der Shortlist-Feier zum Preis der Neuen Nationalgalerie für junge Kunst bei BMW am gestrigen Abend auch kritische Spuren enthält. (mehr…)

Ticket nach Teheran

Nes-KapucuDass der Kunstwelt die Ehre gebührt, den Stoffbeutel (bzw. die Tote Bag) zum Modeklassiker erhoben zu haben, hat BLITZKUNST schon an anderer Stelle angemerkt. Irgendwann muss bitte einmal jemand eine Ausstellung mit und über Tote Bags kuratieren. Denn es gibt so viele so tolle. Die gerade vom Magazin Reorient produzierte zum Beispiel ist schon ganz schön toll. (mehr…)

Dogs Looking at Things #14

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©Guinnevere Shuster für The Humane Society of Utah

Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, unter Menschen leider nach wie vor praktiziert. Dass aber auch Hunde davon betroffen sind, ist kaum bekannt. Tatsächlich sind schwarze Hunde (und auch Katzen) Tierheimen zufolge weit schwieriger zu vermitteln als hellfellige oder gefleckte. Allerdings nicht, weil schwarzes Fell mit Minderwertigkeit gleichgesetzt wird, sondern aufgrund eines Uraberglaubens, demzufolge schwarze Tiere Unglück bringen. In einigen Gegenden Englands ist der „Black Dog“ bis heute eine lebhaft rezipierte Figur im Volksglauben. Wer den schwarzen Hund sieht, wird mit ziemlicher Sicherheit sterben oder zur Hölle fahren, oder beides. (mehr…)

Rettet das Raumschiff

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Es gibt nicht viele Raumschiffe im Universum, jedenfalls nicht in dem Teil, den die Bewohner des Planeten Erde überblicken können. Eines davon befindet sich in Berlin, diesem Raumwunder von einer Stadt. Das Berliner Raumschiff landete im Jahr 1979. Es war sehr groß und ausgestattet mit einem neuartigen Antriebssystem namens Zukunft. Aber dann passierte die Sache mit der Galaxie-Ausdehnung nach Osten, und die vielen schwarzen Löcher im Berliner Planetensystem machten das Raumschiff manövrierunfähig. (mehr…)

Blitzglas statt Blitzkunst

BlitzglasblitzBLITZKUNST begibt sich ja regelmäßig im Netz auf die Suche nach Blitzkunst und stößt dabei immer auf Horizonterweiterndes (siehe z.B. das Glittery Zickzack-Mousepad). Jüngst herausgefunden: Es gibt nicht nur Blitzkunst, sondern auch Blitzglas, und zwar nicht zu knapp, jedenfalls wird auf der Onlinehandelseite aliexpress.com wie verrückt damit gedealt, und zwar in Großhandelsdimensionen. Das Objekt „blitz glas schwimmenden reize passt Origami eule magnetische speicher Leben medaillons“ jedenfalls ist unter Mindestabnahmemengen von 20 Exemplaren kaum zu bekommen. (mehr…)

Hätte Andy das gewollt?

Converse_Chuck_Taylor_All_Star_Andy_Warhol_-_Campbells_Red_largeWarum sollte er es nicht gewollt haben? Andy Warhol liebte Schuhe. Mit seinen Illustrationen von Schuhen fing alles an. Nicht die Campbell-Suppendosen, sondern Schuhe machten ihn berühmt. Aber die Campbell-Suppendosen wurden berühmter als die Schuhillustrationen. Und deshalb sind auf einer aktuellen Sonderedition von Converse die Suppendosen zu sehen, nicht die Schuhe. Wobei letzteres natürlich viel lustiger wäre. Und Warhol-mäßiger. (mehr…)