Tilda Swinton

Schlafstörungen

Mounir Fatmi_Sleep_still

Mounir Fatmi, still from „Sleep“, 2012. ©www.nowness.com

Wer an Schlafstörungen leidet, weiß: Schlafen ist eine Kunst. Das wird anscheinend zur Zeit gern mal wörtlich genommen. Zur Kunst wird Schlaf allerdings selbst dann nicht, wenn er von Tilda Swinton performt wird. Der Kern ihrer Performance neulich im MoMA war nämlich nicht die Tätigkeit des Schlafens, sondern sie selbst. Sie hätte auch einfach nur so herumsitzen können. Oder masturbieren, oder irgendwas anderes tun können, wofür man nur sich selbst braucht. Tilda Swinton braucht nämlich nichts als sich selbst, um Kunst zu sein. Das mit dem Schlafen hat sie wahrscheinlich nur gemacht, weil es die angenehmste Möglichkeit war, die stundenlange Selbstausstellung über die Bühne zu bringen. (mehr …)