Medien

10 tolle schlechte Vorsätze für 2014

Cai Guo-Qiang, One Night Stand, Paris 2013

Cai Guo-Qiang, „One Night Stand“, explosion event for Nuit Blanche, Paris 2013. ©www.caiguoqiang.com

Gute Vorsätze hält man eh nicht ein, deshalb hier zehn schlechte. Die allerdings in Wirklichkeit total gute Vorsätze sind, weil sie den Umgang mit Kunst viel kurzweiliger, da oberflächlicher und somit intensiver gestalten. Das einzig Problematische an dieser Liste ist, dass sie einem aktuellen Trend folgt, nämlich dem Trend der Anti-Gute Vorsätze-Listen, und deshalb wenig originell ist, und außerdem auch nicht besonders schlau aufgeschrieben. Damit läuft sie Gefahr, schon am ersten Tag des neuen Jahres gegen den einzig ehrlich gemeinten und ehrlich guten Vorsatz von BLITZKUNST zu verstoßen, nämlich den Vorsatz, gute Unterhaltung zu liefern. Andererseits plädiert BLITZKUNST für mehr Selbstüberschätzung und einen weniger kritischen Blick, insofern, was soll’s, hier also die Liste: (mehr …)

Das Scheitern der Louise Blouin

Artinfo screen

Screenshot der deutschen Seite von Blouin Artinfo, de.blouinartinfo.com

Fast jeder, der schon einmal von Louise Blouin gehört hat, glaubt, sie habe nicht alle Glocken im Turm. Offiziell würde sich natürlich niemand negativ über die Verlegerin äußern, dazu ist sie (momentan noch) zu mächtig. Umso schöner, dass der Presse vor kurzem eine von ihr persönlich verfasste Email zugespielt wurde – aus anonymer Quelle zwar, aber doch ein sehr viel handfesterer Beweis ihrer geistigen Versehrtheit als das übliche Partygeläster. Man kann dem Gallerist (Kulturportal des New York Observer) nicht genug dafür danken, diese Email veröffentlicht zu haben. (mehr …)

Blogger und Kritiker

Rob Pruitt

Rob Pruitt lässt seinen Kunstpreis 2013 in der Dezemberausgabe von „Art in America“ stattfinden. ©artinamericamagazine.com

Die Preisträger des Rob Pruitt Art Award 2013 stehen fest. Gewinner in der Kategorie „Blogger/Critic of the Year“ ist Andrew Russeth. Dazu drei interessante und/oder erfreuliche Beobachtungen:

– Es hat nicht Jerry Saltz gewonnen

– Es gibt in den USA außer Russeth und Saltz noch weitere bekannte, zum Teil sogar gute Kunstkritiker, die auch für den Preis nominiert waren, zum Beispiel Linda Yablonsky und Paddy Johnson, Russeth hat sich also gegen ernsthafte Konkurrenz durchgesetzt

– „Blogger“ und „Critic“ sind zwei unterschiedliche Dinge

Punkt 1 ist einfach nur erfreulich. Kritiker sind nur solange gut, wie sie den Gegenstand ihrer Kritik wichtiger nehmen als sich selbst. (mehr …)

Sommerloch ist vorbei

inversion71

Dan Havel/Dean Ruck, „Inversion“, 2005. Art League Houston. ©deanruck.com/havel-ruck-projects/pyramidbeach.com.

Eigentlich wollte BLITZKUNST bis zur Berlin Art Week sommerlochbedingt pausieren, aber es passierte und passiert einfach zu viel Berichtens- und Vernichtenswertes. Dazu noch das ungute Gefühl, nicht da zu sein für die mittlerweile mehrere Millionen Leser umfassende Fangemeinde – es geht so einfach nicht weiter mit dem Nichtweitermachen. (mehr …)

Kuchenschlacht bei Google

Die Auswertung der Google-Suchergebnisse für BLITZKUNST hat ergeben, dass erstaunlich viele User auf diesem Blog landen, die nach „Kuchen“ suchen. Nach Keyword-Kombinationen wie „Kunst am Kuchen“, „Kuchen Kommentar“ oder sogar „Torten die man nicht backen muss“. Nun hat BLITZKUNST zwar über Kuchen berichtet, aber nur ein einziges mal, und ganz explizit im Kunstkontext, und außerdem total Kuchen-kritisch. Ganz ehrlich, Google, mit Kuchen will BLITZKUNST nichts zu tun haben! Mit Kuchen wird das nämlich nichts mit dem Grimme Online-Award. Obwohl – wenn das Grimme-Institut mit „#aufschrei“ sogar einen Hashtag nominiert, dann hat ein halblustiger Blog wie BLITZKUNST wahrscheinlich auch mit Kuchenthemen eine Chance. (mehr …)

Press confearence

GW press conference Cedric Aurelle

Verschwommenes Bild von einem Redner: GW-Geschäftsführer Cédric Aurelle.

Interessante Begebenheit am Rande der auf Englisch abgehaltenen Pressekonferenz zum Gallery Weekend Berlin 2013: Gegen Ende läuft ein Mann an mir vorbei und sagt, „wir sind hier in Berlin! Hier wird Deutsch gesprochen!“ (mehr …)

Umgang mit der Kunstblog-Konkurrenz

Djurberg Puglia

Fressen und gefressen werden – die deutsche Kunstblog-Szene ist ein Haifischbecken (die Abbildung zeigt allerdings Wale: Natalie Djurberg, Whales, 2008-09, installation view Museo Pino Pascali 2012)

Gott sei Dank habe ich vor dem Start von BLITZKUNST keine Überprüfung des Wettbewerbsumfeldes vorgenommen. Die Menge an deutschsprachigen Kunstblogs ist nämlich genauso alarmierend wie ihre Qualität, wobei besonders hervorzuheben ist, mit welcher Konsequenz Kunstblogs nicht gepflegt werden. Das hätte mir eine Warnung sein können, aber jetzt ist es zu spät. Damit dieser Blog überhaupt eine Überlebenschance hat, habe ich beschlossen, ihn nicht als Kunstblog zu bezeichnen. Und auch nicht als Blog. (mehr …)