Kunstblogs

Blogger bei Mutti

Erwin Wurm_Bei Mutti_02

Dass Blogger die wichtigeren Journalisten seien, wie Erwin Wurm jüngst vor einer Gruppe von ebensolchen angab, kann natürlich bezweifelt werden, schließlich ist Reichweite nicht alles. Aber manchmal werden sie besser behandelt. Während eines Previews von Wurms Ausstellung „Bei Mutti“ in der Berlinischen Galerie nur für Blogger jedenfalls durften sie alles. Überall rumlaufen, Aufbauhelfer bei der Arbeit stören, Kunst anfassen, alles fotografieren und den Künstler alles fragen machte nur erstmal keiner, also fragen. Fotografieren dafür umso mehr. (mehr …)

10 Versäumnisse aus 2015

Opener

Was 2015 nicht passiert ist, das wird 2015 auch nicht mehr passieren, denn 2015 ist vorbei. Und was nicht passiert ist, kommt in keinem Jahresrückblick vor. Es sei denn, es handelt sich um den BLITZKUNST-Jahresrückblick, der zwar mit ein paar Wochen Verspätung erscheint, dafür aber zehn Blogeinträge versammelt, die 2015 nicht passiert sind, obwohl genau dies nicht hätte passieren dürfen. (mehr …)

Was so reinkommt

HIER KÖNNTE SICH DOCH EINE ABBILDUNG

VON ÄUSSERST SPANNENDER UND NOCH

TOTAL UNGESEHENER KUNST BEFINDEN

Wie schafft es ein Künstler ohne Biografie, ohne Galerie, ohne Presseerfahrung in ein etabliertes Kunstmagazin? Ganz sicher nicht, indem er eine Email an die Redaktion schickt mit einem Link zu seinem Portfolio. Da fragt sich der Empfänger dann nämlich, woher hat der Künstler meine persönliche Emailadresse und warum schickt der mir Zeug, das niemand kennt und das keine wichtigen Menschen wichtig finden und weiß der nicht, wie viele Emails ich jeden Tag bekomme und wie viele von diesen Emails mich interessieren, nämlich fast gar keine, was drängt der sich mir auf, ich kenne den nicht, der nervt, weg damit. Doch doch, so denken Redakteure von Kunstmagazinen dann oft, wir wissen es, wir, die aus 300 ehemaligen Kunstmagazinredakteuren bestehende BLITZKUNST-Redaktion, wir sprechen aus Erfahrung. (mehr …)

Facebook-technisch unterbewertet

UnterwegsNeulich fiel mir ein Kunstblog auf, er heißt „Unterwegs in Sachen Kunst“. Den Namen hätte sich jemand ausdenken können, der gern praktische Klamotten trägt und es völlig unwichtig findet, wie er darin aussieht. Und so ist auch der ganze Blog. Uneitel, unprätentiös, unaufgeregt. Ein eklektizistisches Ansammeln von Gesehenem, von jemandem, der einfach nur gern Kunst guckt und mitgucken lässt. (mehr …)