Kunst im öffentlichen Raum

Mehr Licht! Oder überhaupt mal welches!

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Simulation der Lichtinstallation „Traumzeit“ im Körnerpark. ©Design Boris Matas/WerkStadt e.V. via Facebook

Eigentlich eine tolle Sache, die Ausschreibung einer Lichtkunstinstallation für den Neuköllner Körnerpark. Gut, dass an Budget für die Illumination eines ganzen Parks lediglich 3.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden, hat sicher den einen oder anderen Künstler von der Bewerbung abgehalten, aber wer sich auf diese Ausschreibung bewarb, gab damit seine Überzeugung zum Ausdruck, auch mit 3.000 Euro zurechtzukommen. Ihr Scheitern an der Aufgabe kann die Gewinnerin des Körnerpark-Lichtprojektes, Karin Albers, also nicht im Nachhinein mit einer zu geringen Budgetierung entschuldigen. Ein Gutes hat die Sache um die groß angekündigte „Illumination“ des Parkes, die in kläglichem Gefunzel endete, aber doch: die Kommentare auf Facebook. (mehr …)

Macht Kunst, Leute!

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Kann sich noch jemand an die mehrere Stunden füllenden Warteschlangen vor der Deutsche Bank KunstHalle vor zwei Jahren erinnern? Als die Öffentlichkeit dem Aufruf „Macht Kunst!“ folgte und den damals noch Deutsche Guggenheim heißenden Ausstellungsraum tatsächlich bis an die Decke mit Kunst füllte? Nun, es ist wieder soweit. Gefordert ist diesmal eine Skulptur für den Außenraum. Abgabe der Entwürfe ist am 5. und 6. November, am 7. werden diese dann öffentlich in der KunstHalle präsentiert. Der mit Spannung erwartete Entwurf von BLITZKUNST (oben ein Foto des Modells) wird schweren Herzens nicht eingereicht, um dem Wettbewerb nicht jede Spannung zu nehmen und das Erraten des möglichen Siegerentwurfs nicht schon bei erster Sichtung der Beiträge zur Gewissheit zu machen – großmütig soll hier weniger sicheren Händen und Geistern Hoffnung auf den Sieg ermöglicht werden. (mehr …)

Palmenoase Aschersleben

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Die Palme hat es schwer im Zentraleuropa der Gegenwart. In den Anfängen der Literatur noch gefeiert (in der Bibel, im Koran), wird sie heute als sprichwörtlicher Ausdruck von Verärgerung missbraucht. Jesus wurde bei seinem Einzug in Jerusalem noch mit Palmenwedeln begrüßt, heute wedeln sich Männer einen von der Palme. Außerhalb ihrer angestammten Lebensräume gedeiht die Palme nur unter Zuhilfenahme von ökologisch fragwürdigen Maßnahmen, und manchmal nicht mal dann – von den drei geplanten Palmeninseln vor Dubai etwa ist nur eine gebaut worden. (mehr …)