Berlin Art Week

Auf der art berlin bitte das hier kaufen

Ooooh… nee. Sonst alles super auf der art berlin, aber diese Outdoor-Skulpturenabwurfstelle…

Als es während der Aufbautage zur art berlin in den Hangars des Flughafen Tempelhof hieß, die Messe hätte ein Taubenproblem, hatte ich natürlich erstmal so überhaupt keine Lust auf einen Besuch derselben, also ernsthaft, wie kann man nur „Tauben“ und „Problem“ sinnstiftend in einem Satz unterbringen, geschweige denn in einem Wort, und überhaupt, die Möglichkeit von über Sammlerköpfen kreisenden und auf Kunst kackenden Tauben ist ja wohl eher lustig als problematisch, es liebt halt nicht jeder Kunst, manche scheißen drauf, und das ist voll ok. (mehr …)

Für eine Erweiterung des Galeriebegriffs

Neue Vermittlungswege: Gruppenausstellung per Fahrradkurier. „Gallery. Delivery“ von Sebastian Schmieg, präsentiert von Galerie Roehrs & Boetsch. Photo©André Wunstorf.

Als vor ein paar Monaten die Galerie Gillmeier Rech nach fünf Jahren ihre Schließung bekannt gab, ging ein Schauer durch die Berliner Galerienszene: Oh Gott, noch so jung und schon so gestorben! Als kurze Zeit darauf der Galerist Christian Siekmeier verkündete, mit seiner Galerie Exile nach Wien umzusiedeln, befeuerte er damit das ewig hart an der selbsterfüllenden Prophezeiung entlangschrammende Gerücht, in Berlin gäbe es eben keinen galerieexistenzsichernden Kunstmarkt. Und es ist ja nicht nur Berlin. Das Interview mit Jose Freire von der Team Gallery über seine Gründe, fortan keine Kunstmessen mehr zu bestreiten, ging im Frühjahr um die Galerienwelt und ermutigte weitere Galerien, ihr wirtschaftliches Ringen öffentlich zu machen. Wenn man sich so umhört unter Galeristen, könnte man meinen, das Ende der gesamten Branche sei nahe. Aber stimmt das? Warum reagieren Galerien so sensibel auf jede Schließung eines Kollegenunternehmens, als seien sie die nächsten? Warum schaut jede Galerie so intensiv auf das, was die anderen machen? Was ist überhaupt eine Galerie? (mehr …)

Painting Now? Or Never?

Warum Malereiausstellungen immer schlimme Titel haben müssen

KW Painting Forever

Wer zeitgenössische Malerei ausstellt, hält es offensichtlich für notwendig, sich entweder für das gewählte Medium entschuldigen oder dafür werben, entweder sein Ende oder seine Neuerfindung propagieren zu müssen. Diesen Eindruck vermitteln allein schon die Titel von Malereiausstellungen. Und zwar nicht erst seit kurzem, sondern seitdem Kunst der Gegenwart zeitgenössisch ist. (mehr …)