abc art berlin contemporary

Nach abc kommt def

Fußbodenfund auf der abc art berlin contemporary 2016 (am Stand von Sprüth Magers mit fantastischen Arbeiten von Andreas Schulze, die hier nicht gezeigt werden können, weil VG Bild-Kunst so viel kostet).

Fußbodenfund auf der abc art berlin contemporary 2016 (am Stand von Sprüth Magers mit fantastischen Arbeiten von Andreas Schulze, die hier nicht gezeigt werden können, weil VG Bild-Kunst so viel kostet).

Bekanntlich ist Weniger oft mehr, aber manchmal ist Weniger halt auch einfach nur weniger. Die Qualität der diesjährigen art berlin contemporary wurde durch die selbstverordnete Schrumpfkur jedenfalls nicht erhöht. Weshalb sich der Verdacht, die überschaubaren Dimensionen der Edition 2016 könnten vielleicht doch nicht ganz so gewollt gewesen sein wie vom Veranstalter dargestellt, nur schwer abschütteln lässt. Der harte Kern der Gründergalerien war zwar abgesehen von eins, zwei Abtrünnigen noch dabei, aber längst nicht jede Galerie zeigte sich so enthusiastisch in der Standgestaltung wie zum Beispiel Sprüth Magers mit Andreas Schulze, und die paar Vertreter der jüngeren Garnitur konnten es halt auch nicht herausreißen, auch wenn Levy (mit Fabian Knecht) und Dittrich & Schlechtriem (Simon Mullan) herausragende Arbeit leisteten. (mehr …)

Das Fünf-Säulen-Prinzip der Berlin Art Week

Arcadia_Unbound_127

Thomas und Renée Rapedius, Installationsansicht „Arcadia Unbound“. Photo© Michael Klaus.

Jedesmal, wenn die Berlin Art Week vorbei ist, legt sich kurz eine dunkle Wolke über die Gemüter (das BLITZKUNST-Gemüt hat gut zwei Wochen gebraucht, sich wieder aufzuhellen, weshalb dieser Text zwei Wochen zu spät kommt, aber immerhin kommt überhaupt mal wieder einer), ein Gefühl der Erschöpfung und der Enttäuschung darüber, dass dieses Prinzip der Aufmerksamkeitsverstärkung durch Event-Clusterung wieder einmal nicht funktioniert hat. Dass man wieder nur einen Bruchteil des Angebots hat wahrnehmen und wieder nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit auf das eigene Projekt hat vereinen können, das kann einen fertigmachen. Aber auch 2016 wird es wieder so werden wie dieses Jahr und die Jahre zuvor. Dass die Berlin Art Week seit ihrer Gründung einem immergleichen Muster folgt, hat allerdings auch sein Gutes. Wer weiß, was auf einen zukommt, nämlich im Wesentlichen die folgenden fünf Programmpunkte, muss keine Angst mehr vor Überforderung haben. (mehr …)

Das Beste der abc in einer Stunde

Tobias Rehberger

Der Staubsaugende passt kompositorisch toll zur Installation von Tobias Rehberger (neugerriemschneider), gehört aber nicht dazu.

Das Gute an der diesjährigen abc art berlin contemporary: sie ist weniger und mehr zugleich. Dank einer angenehm übersichtlichen und ganz auf die Bedürfnisse des Betrachtens ausgerichteten Anordnung kann man sich innerhalb einer Stunde einen umfassenden Eindruck verschaffen. Dank performativ angelegter Präsentationen kann man aber auch viel länger bleiben. Auch dieses Jahr gibt es natürlich wieder ein paar Dinge zu sehen, die kein Mensch braucht (wobei der Goldfisch in einem zum Goldfischglas umfunktionierten Halbedelstein sicherlich zu den am wenigsten brauchbaren gehört, zumal er wahrscheinlich alle paar Stunden wegen Tod durch Einsamkeit und Bewegungsmangel ausgewechselt werden muss), aber das fällt bei den ganzen Highlights kaum auf. Hier fünf der wirkungsstärksten Positionen: (mehr …)

Abschied auf Französisch

Soeben wurde bekanntgegeben, dass Cédric Aurelle ab sofort nicht mehr Geschäftsführer der abc Veranstaltungs UG ist. Hinter der Firmierung verbergen sich die beiden Leuchttürme des Berliner Kunstkalenders, die abc art berlin contemporary und das Gallery Weekend Berlin.

„Nach einem erfolgreichen Gallery Weekend 2013 beendet Cédric Aurelle seine Tätigkeit in Berlin aus persönlichen Gründen. Die Gesellschaft freut sich, dass er künftig von Paris aus als International Relations Manager für den französischsprachigen Raum fungieren wird und so der Gesellschaft verbunden bleibt.“ Dies vermeldet soeben die knapp gehaltene Pressemitteilung. Die Formulierung „aus persönlichen Gründen“ ist ja immer etwas ungeschickt, weil (mehr …)