DOGS LOOKING AT THINGS

Dogs Looking at Things #10

Rannells_fedoraGott sei Dank können Hunde nicht lesen. Jedenfalls nicht, wenn ein Mensch in der Nähe ist. Könnten sie lesen, dann würden sie sich bestimmt darüber ärgern, was Charles Bukowski über das Stilempfinden von Hunden geschrieben hat. Nur weil sich Hunde nicht ständig Gedanken darüber machen, wie sie aussehen und wirken, heißt das nämlich noch lange nicht, dass sie uneitel wären. Das Bukowski-Gedicht „Style“ jedenfalls, in welchem der Autor Hunden ein angeborenes Stilempfinden abspricht – im Gegensatz zu Katzen, immer wenn jemand etwas gegen Hunde hat, sind ja Katzen als leuchtendes Gegenbeispiel nicht weit –, das läsen Hunde bestimmt nicht gern. (mehr …)

Dogs Looking at Things #9

Harlow and Sage_02

©instagram.com/harlowandsage

Weimaraner schauen immer so, als könnten sie keinen Sinn entdecken in dem, was sie sehen. Dabei wollen sie es doch so sehr erfassen, mehr als alle anderen Hunde, aber es gelingt ihnen so viel weniger als allen anderen. Trotzdem hören sie nie auf, es zu versuchen, und die Anstrengung, die sie dabei in ihren Blick legen, ist rührend.

Wie sehr sich Weimaraner in der Betrachtung der Dinge von anderen Hunden unterscheiden, zeigt das Instagram-Sensations-Hundepärchen Harlow und Sage. Harlow ist Weimaraner, Sage ein mittlerweile verstorbener hundeartiger Gnom, der nach seinem Ableben von Dackelwelpe Indiana ersetzt wurde. (mehr …)

Dogs Looking at Things #8

Hund iPadKatze iPad

Dass sich dieser Hund nicht für das interessiert, was auf dem iPad-Bildschirm passiert (wie man in diesem Video erkennt), liegt nicht nur daran, dass es sich hier um eine Computerspiel für Katzen handelt und nicht eins für Hunde. Auch wenn „The World’s Best Video Game for Cats“ für Hunde gemacht wäre, würde sich kein Hund dafür interessieren. Schließlich erkennt jeder Hund, dass die über das Display flitzende Maus nicht echt ist – sonst könnte man sie ja wohl riechen. (mehr …)

Dogs Looking at Things #6

Dogs Looking No 6

An diesem Hund interessiert nicht so sehr, was er betrachtet, sondern aus welcher Perspektive er dies tut. Aus einer für den Betrachter des in Betrachtung versunkenen Hundes nahezu unsichtbaren nämlich.

Die Bedeutung des Blickwinkels ist für die Betrachtung von Dingen ja enorm wichtig – wenn man es recht bedenkt, sogar wichtiger als das betrachtete Ding selbst, denn erst, indem es wahrgenommen wird, existiert es für den Wahrnehmenden überhaupt. (mehr …)

Dogs Looking at Things #5

Katzenhund_BlitzkunstEine Katze hat in einer Rubrik über Hunde selbstverständlich nichts zu suchen. Deshalb handelt es sich bei dem hier abgebildeten Tier auch nicht um eine Katze, sondern um einen Hund. Um einen Hund, der zufälligerweise wie eine Katze aussieht. Fast könnte man diesen Hund deshalb für eine Katze halten, aber sein eindeutig hundehaftes Auftreten verrät seine wahre Natur.

Auch wenn dieser Hund nicht aussieht wie ein solcher: Man sollte sich über diesen Hund nicht lustig machen, denn er macht einen Hundejob. Nämlich als Wachhund. In einer verdammt gefährlichen Straße in Paris. (mehr …)

Ab sofort auf BLITZKUNST: Dogs Looking at Things

Tony_03

Tony, London, Januar 2013.

Dieser Beitrag markiert die Einführung einer Rubrik namens „Dogs Looking at Things“. Sie wird ab heute regelmäßig und hauptsächlich von Arsalan Mohammad kuratiert, jenem Journalisten, der als Chefredakteur des Kunstmagazins Harper’s Bazaar Art Arabia den Nahen Osten so aussehen lässt, als wäre die dortige Kunstszene die spannendste der Welt.

Arsalan Mohammad weiß noch nichts von seiner neuen Herausforderung. Aber er wird sich hoffentlich daran erinnern, dass die Idee zu dieser Rubrik von ihm stammt, genauso wie der Vorschlag, sie zu betreuen. (mehr …)