Dogs Looking at Things #18

Dogs Looking at Things18_Blitzkunst

©www.instagram.com/voindevoin

Eigentlich müsste die Headline dieses Beitrags lauten, “Dogs looking LIKE things”, denn der hier gezeigte Hund sieht nichts an, sondern nach was aus, und zwar nach einem Wischmob, wie man unschwer erkennen kann und deshalb nicht extra erwähnen müsste, zumal es hier gar nicht darum gehen soll, wonach der Hund aussieht, sondern wo er sich befindet. Nämlich in der Luft.

Wenn man ein Lebewesen ist, welches in Ermangelung der Fähigkeit zum Fliegen sein Leben weitgehend mit Boden unter den Füßen verbringt, dann erzeugt der Verlust desselben, und wenn auch nur für wenige Sekunden, ein ganz besonderes Gefühl. Keinen Boden unter den Füßen zu haben, das bedeutet entweder Fliegen oder den ultimativen Kontrollverlust. Das eine ist schön, das andere schrecklich. Gut, wenn man an Flugangst leidet, findet man auch Fliegen schrecklich, aber nehmen wir mal an, der Gegenstand dieses Beitrags hat sich freiwillig in die Luft begeben und genießt seinen kleinen Höhenflug. Für einen kurzen Moment hat er sich über seine niedere Bestimmung als Bodenlebewesen erhoben. Wird ihn der Blick von dort oben zum Größenwahn verleiten, wird er seine Herkunft verleugnen und sich als fliegender Wischmob neu erfinden wollen? Wohl kaum. Denn er ist ein Hund. Hunde streben nicht nach Höherem. Sie bleiben auf dem Boden der Tatsachen.

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