Dogs Looking at Things #16

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Caniner Besucher im Haus am Lützowplatz (zur Pecha Kucha Art Night, 15.10.2015). Photo© Christoph Neumann.

Neulich hat Laurie Anderson ein Konzert für Hunde gegeben. Ein Hoffnungsschimmer. Vielleicht eine Anregung für Galerien, mal eine Ausstellung für Hunde zu zeigen. Beziehungsweise, mal Hunde als Besucher mit zu bedenken. Die müssen nämlich – zumindest bei der klassischen Hängung klassischer Flachware – Klimmzüge am visuellen Brotschrank machen, um den Krümel eines Blickes auf ein Werk zu erhaschen. Denn wer auch immer sich ausgedacht hat, dass bei klassischer Hängung die Bildmitte auf durchschnittlicher Augenhöhe hängen soll, hat dabei ausschließlich Menschen im Kopf gehabt. Erwachsene Menschen dazu. An Kinder denkt bei der klassischen Hängung nämlich auch keiner. Von wegen frühkindliche Kunsterziehung ist ja so wichtig. Die meisten Galerien gehen mit Selbstverständlichkeit davon aus, dass sich Kleinkinder bei der Kunstbetrachtung auf den Arm nehmen lassen. Wie sollen diese Kinder denn da zu ernsthaften Kunstkonsumenten heranreifen? Das gleiche gilt für Hunde. Die natürlich anders als die irgendwann zu Kunstkonsumenten herangereiften Kleinkinder niemals eine Arbeit kaufen würden, weshalb sich ihretwegen wahrscheinlich kein Galerist je bemüßigt fühlen wird, die klassische Hängung zu überdenken. Übrigens: Deutsche Hundebesitzer geben Jahr für Jahr mehr Geld für ihre Tiere aus. Just sayin’…

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