Was so reinkommt

HIER KÖNNTE SICH DOCH EINE ABBILDUNG

VON ÄUSSERST SPANNENDER UND NOCH

TOTAL UNGESEHENER KUNST BEFINDEN

Wie schafft es ein Künstler ohne Biografie, ohne Galerie, ohne Presseerfahrung in ein etabliertes Kunstmagazin? Ganz sicher nicht, indem er eine Email an die Redaktion schickt mit einem Link zu seinem Portfolio. Da fragt sich der Empfänger dann nämlich, woher hat der Künstler meine persönliche Emailadresse und warum schickt der mir Zeug, das niemand kennt und das keine wichtigen Menschen wichtig finden und weiß der nicht, wie viele Emails ich jeden Tag bekomme und wie viele von diesen Emails mich interessieren, nämlich fast gar keine, was drängt der sich mir auf, ich kenne den nicht, der nervt, weg damit. Doch doch, so denken Redakteure von Kunstmagazinen dann oft, wir wissen es, wir, die aus 300 ehemaligen Kunstmagazinredakteuren bestehende BLITZKUNST-Redaktion, wir sprechen aus Erfahrung.

Die Wahrheit ist hart, muss aber manchmal ausgesprochen werden. Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage lautet „gar nicht“. Das ist aber nicht mehr so schlimm, wie es mal war, in der Vergangenheit, als es noch keine alternativen Publikationskanäle wie Kunstblogs gab. Jetzt, wo es sie gibt, kann man als unbekannter und unveröffentlichter Künstler nämlich einfach Kunstblogs anmailen, da ist die Eintrittsschwelle viel niedriger und die Chance auf Veröffentlichung viel höher (und nebenbei bemerkt, auch die Visibilität), und deshalb tun das viele dieser Künstler auch. Sehr, sehr viele Künstler. Wir, die 300 BLITZKUNST-Blogger, wir wissen es, wir sprechen aus Erfahrung.

Was tun mit der Flut von unverlangten Einsendungen? Anschauen. Alles. Und dann löschen. Nicht berichten. Wofür die Leser in den meisten Fällen echt dankbar sein dürfen. Aber ab und zu gibt es doch einen Fall, der nur deshalb keinen Beitrag bekommt, weil er vor der eigenen Überheblichkeit nicht besteht oder weil man die Zeit lieber auf eine Sache verwendet, die mit Sicherheit das eigene Urteil trifft.

Dabei kostet es wahrscheinlich gerade mal 20 Minuten, aus all den eingesandten Bitten um Veröffentlichung eine auszuwählen und in einem kurzen Beitrag vorzustellen. Hier, mal was Neues, kennt noch keiner, ist irgendwie gut, wir sind nicht völlig überzeugt, aber vielleicht sehen wir auch nicht alles. Das sollte eigentlich regelmäßig drin sein. Nur nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl? Vielleicht am besten nach einem ausgeklügelten Zufallsprinzip (alle Emails auf „ungelesen“ setzen, Augen zumachen, Maus bewegen, klicken, angeklickte Email auswählen).

Davon abgesehen hat ab sofort folgende Kunst eine grundsätzliche Chance auf Berichterstattung bei BLITZKUNST: Kunst mit Büchern, Tieren (besonders Hunden) und Autos, sowie Kunst, die sich mit digitalen Aspekten auseinandersetzt, ohne digitale Kunst zu sein.

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