Google Image Search indiziert Künstlerkarrieren

Elaine Sturtevant Google SuchergebnisseNeulich teilte eine schlaue Person BLITZKUNST folgende Beobachtung mit: Ob ein Künstler Bestand haben oder als Hype-Opfer in der Versenkung verschwinden wird, lässt sich an der Google-Bildersuche ablesen, genauer daran, in welchem Verhältnis Fotos vom Künstler und von seinen Arbeiten stehen: je mehr Fotos mit Arbeiten statt Gesicht des Künstlers, desto mehr Substanz.

Machen wir einen schnellen Test, schicken wir ein paar Künstlernamen bei Google durch die Bildersuche und betrachten wir die erste Bilderreihe der Ergebnisse (vollbreit, 21“-Monitor). Im folgenden ein paar Beispiele anhand von zufällig ausgewählten Künstlern.

Cyprien Gaillard: nur Portraitfotos
Elaine Sturtevant: nur Arbeiten
Christian Rosa: eine Arbeit, sonst Portrait- und Partyfotos
Cindy Sherman: nur nur nur Fotos mit ihr drauf – wie merkwürdig ist das denn?!

Abgesehen von ein paar Ausnahmen bestätigt sich die These auch noch nach dem zwanzigsten Künstler-Bilder-Google-Such-Test. Aber jetzt, wo man nach dem kürzlich erfolgten Urteil des Europäischen Gerichtshofes Google zur Löschung unangenehmer Sucheinträge verpflichten kann, müssen Künstler nur ihre Google-Präsenz entsprechend pflegen, um sich eine langfristig erfolgreiche Karriere zu sichern.

2 Kommentare

  1. Zwischen Cindy Sherman und James Franco liegen Welten, die Google leider nicht ermessen kann. In jedem Falle halte ich Googles Meinung über Ai Weiwei für überaus treffend.

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